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Hinter dem Mond

Hinter dem Mond,
da wo’s dunkel ist,
da dürfen Jungs nicht weinen.
Und ein Mann ist ein Mann,
wenn er betrunken ist,
und damit fängt er schon klein an. 

Hinter dem Mond,
da am Arsch der Welt,
da spielt jedes Mädchen Prinzessin.
Doch bald ist sie groß,
wird sie schnell vermählt,
und das Spielen kann sie vergessen. 

Denn hinter dem Mond,
in der Dunkelheit,
da können die Männer nicht kochen,
denn so’n Herd zerstört
ihre Männlichkeit,
nagen lieber an verkohlten Knochen. 

Hinter dem Mond
ist der Mann noch ein Mann,
und er hat unbestritten das Sagen.
Es ist ganz egal,
was er weiß oder kann –
da gibt es nichts zu fragen. 

Hinter dem Mond
ist nur Licht, wenn’s brennt,
das ist nicht so günstig zum Lesen,
und wenn einer nicht
gleich zum Löschen rennt,
gehört er bestimmt zu den Bösen. 

Hinter dem Mond
da wo’s dunkel ist,
da wohnen arg viele Leute.
Und wenn da manchmal
so’n Gefunkel ist –

Vielleicht kommt das Licht noch heute.
Vielleicht kommt das Licht noch heute.
Vielleicht kommt das Licht –
hinter den Mond?

Hraban 2015