Warum Python?

Ich empfehle Python als Programmiersprache, weil...

  • es leicht zu lernen ist
  • der Code gut lesbar ist
  • es sich meistens so verhält, wie man es erwartet
  • die Programme für die meisten Anwendungen schnell genug sind
  • es wenig Einschränkungen gibt, was man damit machen kann (vom Server-Admin-Skript bis zum 3D-Spiel)
  • der Umgang mit Zeichencodierungen und Unicode gut funktioniert (im Gegensatz zu z.B. PHP oder .NET)
  • man sich nicht um die Speicherverwaltung kümmern muss (wie bei allen Skriptsprachen, im Gegensatz zu z.B. C oder Pascal)
  • Python-Code nicht geschwätzig ist (im Gegensatz zu meterlangen Klassen-Namen bei Java oder .NET)
  • die Objektorientierung einerseits eingängig ist (im Gegensatz zu PHP und Perl), andererseits nicht zum Dogma erhoben wird (im Gegensatz zu Ruby)
  • es leicht erweiterbar ist (z.B. lässt sich das Verhalten von Operatoren wie + bei eigenen Klassen definieren)
  • es für fast jeden denkbaren Zweck schon fertige Module gibt und/oder Bindungen an C-Bibliotheken
  • Mathematiker auch funktional programmieren dürfen
  • es einfach Spaß macht
Dressur des Django-Ponys Dressur des Django-Ponys

Weniger geeignet ist Python...

  • für sehr rechenaufwändige und zeitkritische Aufgaben (dafür gibt es C oder Assembler)
  • bei umfangreichem Multithreading (Stichwort „Global Interpreter Lock“, GIL)
  • für proprietäre Anwendungen, deren Innenleben geheim bleiben soll
  • auf Geräten mit sehr knappen Ressourcen, insbesondere Arbeitsspeicher
  • für Fans von „obfuscated“ oder „write-only“ Code (dafür gibt es Perl, PostScript, Whitespace oder BF)
  • als eingebettete Sprache (dafür gibt es das ähnlich angenehme Lua)
  • für einfache Web-Anwendungen im Shared Hosting (da tut man sich mit PHP leichter)

pony powered

Das Djangopony ist das inoffizielle Maskottchen des Python-Web-Frameworks Django (auf dem auch diese Website beruht). Es entstand dadurch, dass unvernünftige Funktions-Wünsche (Feature Requests) von einem führenden Entwickler mit den Worten „No, you can’t have a pony!“ abgelehnt wurden, worauf sich der Begriff „Pony“ für Feature Requests einbürgerte.

Der Slogan „magic that can’t be removed“ bezieht sich auf den „magic removal branch“ von Django, eine Entwicklungslinie, bei der Funktionen mit unüberschaubarem Verhalten („Magie“) eliminiert wurden.

Außerdem braucht jedes Open-Source-Projekt ein niedliches Maskottchen – man denke an den Pinguin Tux (Linux), den Daemon Beastie (BSD), den Drachen Konqi (KDE), TeX den Löwen und Meta die Löwin (TeX, METAPOST), den Kugelfisch Puffy (OpenBSD), den Firefox (siehe auch auf meiner Startseite)... Die Python-Schlangen sind leider nicht ganz so niedlich. Einen Preis verdient haben dafür die Tux-Variante des alten MoL-Projektes und das Schnabeltier Hexley (Darwin).

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