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Schutz? (Szenen)

Schützt uns vor den Beschützern!

Auf dem Markt. Wanda, zwei Jahre alt und schon selber groß, steht neben uns am Geländer und beobachtet die Leute auf der Straße drei Meter tiefer.
Plötzlich stürzt eine Frau vom benachbarten Marktstand herbei: „Um Gottes Willen, das Kind wird da hinunterfallen!“ Und wir schaffen es gerade noch, Wanda vor ihr zu retten. Ein schreckhafteres Kind hätte vielleicht die Flucht nach vorne angetreten.

Sicherheit ist subjektiv.

Auf dem Hohentwiel, erste Fahrt der Horte Raben. Axel, damals in der siebten Klasse, klettert in mehreren Metern Höhe an den Simsen der Burgruine entlang. Als verantwortlichem Gruppenleiter ist mir dabei nicht ganz wohl, doch muss ich um Axel keine Angst haben: Er prüft als erfahrener Bergwanderer ruhig und sicher jeden Schritt. Bei seinem Klassenkameraden Sebastian allerdings ist die Klappe größer als die Vorsicht. Da ist es beruhigend, dass es ihm gar nicht erst gelingt, die gefährlichen Stellen zu erreichen.

Regenschutz.

Unterwegs als mittelalterliche Spielleute. Den Tag über hat es genieselt, und am Abend ziehen bedrohlich schwarze Wolken auf. Eine riesige, weit ausladende – oder vielmehr einladende – Linde bietet unserer kleinen Wagenburg Schutz vor dem Gewittersturm.
Als der Regen nachlässt, wird der Wind so heftig, dass wir um unsere Zelte fürchten. Doch der Baum lässt uns nicht im Stich, und am Morgen sind alle Planen trockengeblasen. Etwas schweren Herzens nehmen wir Abschied von unserem Beschützer.

Kein Schutz vor Plagegeistern.

Lehmbauwoche auf der „Königsfarm“. Die Bremsen sind allgegenwärtig. Lautlos lassen sie sich nieder – und schon hat man wieder einen Stich mehr. Bei der Arbeit kann man ja schließlich nicht ständig um sich schlagen, zumal lehmige Hände wunderschöne Spuren hinterlassen, die nicht so leicht wieder weggehen. Am meisten geplagt sind diejenigen, die den Lehm verflüssigen sollen und dazu in großen Bottichen herumstampfen.
Irgendwann hat Christopher die Nase voll: Kurzerhand setzt er sich in die Brühe, damit die Lehmschicht die Biester abhält. Nützt aber leider nichts, die Feuchtigkeit zieht sie erst recht an. „Wenigstens ist es schön kühl.“

Knoblauch und Petersilie